Jahresprogramm der Schulsozialarbeit für das kommende Schuljahr 2014/15

 Nach zwei durchlaufenen Schuljahren hat die Schulsozialarbeit mittlerweile ihren festen Platz am ASG gefunden. Viele Projekte konnte ich im aktuellen Schuljahr realisieren, Kontakte wurden verfestigt, meine verschiedenen Beratungsangebote wurden gerne und häufig in Anspruch genommen.

Die bereits etablierten Angebote auf allen Ebenen des Schullebens möchte ich  auch im nächsten Schuljahr anbieten und freue mich schon auf viele interessante Kontakte mit Schülern, Eltern und Lehrern.

 Für das kommende Schuljahr am ASG möchte ich für die Schulsozialarbeit nun unter dem Titel „Schüler stärken“ einen Schwerpunkt im Bereich der primären Suchtprävention setzen.

Gezielte Präventionsarbeit sollte möglichst frühzeitig beginnen und sich über die gesamte Schulzeit erstrecken, sie ist keine einmalige Angelegenheit, sondern ein kontinuierlicher Prozess.

Moderne Prävention geht hierbei inhaltlich weit über die reine Wissensvermittlung zu stofflichen und nicht stofflichen Suchtmitteln hinaus, reine „Abschreckung“ ist nicht mehr das Mittel der Wahl.

Vielmehr sollte das Ziel sein, sogenannte „Lebenskompetenzen“ zu stärken, um so jeden Schüler zu stärken und seine Belastbarkeit zu erhöhen. Dies sind beispielsweise eine gute Erlebnis-, Beziehungs- und Konfliktfähigkeit, die Fähigkeit, sich abzugrenzen, „Nein“ zu sagen, ein positives Selbstwertgefühl,  eine ausgeprägte Frustrationstoleranz und vieles mehr.

Lebenskompetent ist demnach, wer sich selbst kennt und mag, empathisch ist, kritisch und kreativ denkt, konstruktiv kommuniziert und tragfähige Entscheidungen fällen kann.

Ein gutes Klassen- und Schulklima ist ebenfalls ein entscheidender Schutzfaktor für Kinder- und Jugendliche. Hierbei kommt es auf wertschätzende und unterstützende Beziehungen in der Gemeinschaft und gemeinsam festgelegte Ziele an.

 Die bisher installierten Projekte und Beratungsangebote der Schulsozialarbeit passen sich sehr gut in die Anforderungen an schulische Suchtprävention ein und sollen diese erweitern, bzw. ergänzen.

Insbesondere im Klassenrat der 5. Klassen kann ein Grundstein für ein gelungenes Klassenklima gelegt werden. 

Das Kommunikationsmodul in den 7. Klassen fördert die Kommunikations- und Konfliktfähigkeit derangesprochenen Schüler. Auch das von der Schulsozialarbeit unterstützte Schülerpatenprogramm sowie die mit ausgebildeten und betreuten Schüler-Streitschlichter und eine engagierte SMV-Arbeit tragen zu einem positiven Klima im Schulalltag bei.

 Für das kommende Schuljahr sind nun darüber hinaus gezielte Aktionen zur Unterstützung der bereits von der Schule geleisteten Suchtpräventionsarbeit geplant.

Kooperationspartner werden hierbei sowohl aus dem schulischen, als auch aus dem außerschulischen Bereich mit ins Boot geholt.

Dies sind im einzelnen:

* Frau Siebert, Lehrerin und Beratungsfachkraft für Suchtprävention am ASG,

* Frau Bischof und Frau Sammet, Präventionsfachkräfte der Fachstelle Sucht des bwlv in Rastatt,

* Frau Pelzer, Kommunale Suchtbeauftragte des Landkreises Rastatt,

* Herr Klaus-Peter Wick, Theaterpädagoge.

Angebote der Schulsozialarbeit sind hierbei auf verschiedenen Ebenen angesiedelt.

Sie reichen einer persönlichen Begleitung Einzelner bei der Raucherentwöhnung über die Durchführung des bundesweiten Wettbewerbs zur Prävention des Rauchens „be smart, don`t start“ in den kommenden 7. Klassen, über das Angebot eine theaterpädagogischen Projekts für die Schüler der Unterstufe bis hin zu einer geplanten „Mädchen-AG“ für Schülerinnen der 6. Klassen ab Januar 2015.

Zusätzlich möchte ich wieder Themenbezogene Elternabende in Zusammenarbeit mit den Präventionsfachkräften der Fachstelle Sucht in Rastatt anbieten.

Angedacht ist außerdem wieder eine gemeinsame Elternveranstaltung mit meinen Kolleginnen in der Schulsozialarbeit  unter der Trägerschaft des e. Mädchenheims an den beiden anderen weiterführenden Schulen in Gernsbach.

 

Wenn Sie weitere Fragen und Anregungen haben, können Sie gerne nach den Sommerferien Kontakt zu mir aufnehmen.

Informationen zu einzelnen Aktionen sind auch jeweils am Schwarzen Brett der Schule oder hier auf der Homepage zu finden.

 

Ich bedanke mich für die gute Zusammenarbeit und wünsche allen Familien schöne Sommerferien!

Astrid Klempt