Wie lebte ein Mönch im Mittelalter? Warum wurden Klöster an entlegenen Orten fernab jedweder Zivilisation gegründet? Was bedeutete der Wahlspruch ora et labora („bete und arbeite“) für das Leben hinter den Klostermauern? Was war das für eine fromme Welt, in der der Dienst für Gott das Leben der Menschen so stark prägte? Und: Welche Rolle spielen die Mönche des Mittelalters für unsere moderne Welt heute?

Diesen und weiteren Fragen wollten wir, die Klasse 7c des ASG, auf den Grund gehen und so machten wir uns Anfang Dezember auf ins Kloster – und zwar in die prächtigste und am besten erhaltene mittelalterliche Klosteranlage nördlich der Alpen: ins Kloster Maulbronn. Die Exkursion fand im Rahmen des Geschichtsunterrichts von Herrn Wagner statt, in dessen Unterricht das Thema sowie unsere Fahrt inhaltlich vorbereitet wurden. Begleitet wurden wir von unserer Klassenlehrerin Frau Schneider.

Als wir in Maulbronn ankamen, erhielten wir zunächst eine etwa einstündige Führung durch die gewaltige Klosteranlage. Es lag Schnee und die eisigen Temperaturen ließen uns anschaulich nachfühlen, welch hartes und entbehrungsreiches Leben die Mönche des Mittelalters in dieser Anlage führten, in der es nur einen einzigen beheizten Raum gab. Nach der Führung haben wir nach mittelalterlichem Rezept einen Rahmfladen gebacken, ein Buch gebunden sowie einen Buchdeckel hergestellt – ein aufwändiges Unterfangen! Im Anschluss an die beiden Workshops konnten wir die Anlage noch selbst erkunden und dann ging es wieder zurück in unser „modernes“ Gernsbach.

Eine kleine Geschichte zum Schluss, die zeigt, wie wichtig es schon im Mittelalter war, ein Problem dadurch zu lösen, dass man eine andere Perspektive einnimmt und in neuen, unkonventionellen Bahnen denkt: Den Zisterzienser-Mönchen, die in Maulbronn lebten, war es verboten, Fleisch zu essen – und so erklärten sie kurzerhand alles, was in ihren Fischteichen schwamm, zu Fisch: auch Biber und Fischotter.

Weitere Bilder gibt´s hier!