Vom 06.-12.02.2014 fand unser diesjähriger Spanischaustausch mit 19 Schülern und Schülerinnen der Klassen 10 und den beiden begleitenden Lehrerinnen Frau García und Frau Magschok in Pinto bei Madrid statt. Es war eine wunderschöne aber auch anstrengende Woche, leider spielte uns das Wetter ein paar Streiche, aber der Stimmung tat das keinen Abbruch. Lest selbst weiter unten! Wir erwarten Ende März die Spanier bei uns und planen zur Zeit ihren Aufenthalt im Murgtal. (Mag)


© m.garcia

 Madrid

Am Freitag, den 07.02.2014 trafen wir uns morgens in der Schule unserer Austauschschüler zu einer kleinen Einführung. Wir erhielten einen detaillierten Programmplan und Informationen über die an diesem Tag zu besuchenden Museen.  Anschließend eilten wir  – ohne unsere Austauschschüler – zum Bahnhof in Pinto und nahmen die Bahn nach Madrid. Unsere Endstation war der Bahnhof Madrid Atocha. Hier konnten wir die für einen Bahnhof etwas ungewöhnliche Grünanlage mit Schildkröten bewundern. © m.garcia

Danach stand der erste Museumsbesuch im „Museo Nacional Del Prado“ auf dem Plan. Wir bewunderten Highlights, wie beispielsweise ein Selbstbildnis Albrecht Dürers, interessante Werke von El Greco und „Las Meninas“ von Velázquez.
Nach der Führung durch das Museum, liefen wir am Regierungsgebäude, „El Congreso de los Disputados“, vorbei, das auf mich aber nicht sonderlich eindrucksvoll oder gar repräsentativ wirkte.

Weiter ging es zum wohl berühmtesten Platz Madrids, dem „Puerta del Sol“, auf dem alljährlich die Silvesterfeier stattfindet. In kleinen Gruppen erkundeten wir anschließend von hier aus das Zentrum der Hauptstadt.

© m.garcia
 Nach einigen Stunden trafen wir uns mit unseren Austauschschülern und besuchten gemeinsam das Museum „Reina Sofia“. In diesem Museum wurde abstrakte Kunst ausgestellt, was nicht unbedingt unserem Geschmack entsprach. Die dort ausgestellte Kunst traf jedoch nicht unbedingt unseren Geschmack, da sie teilweise sehr abstrakt wirkte und wir nicht sehr viel damit anzufangen wussten. © m.garcia
Danach fuhren wir zurück nach Pinto zu unseren Gastfamilien. Bei gutem Essen und Geselligkeit wurden unsere Spanischkenntnisse noch einmal gefordert. (Kerstin Raether, 10a)
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Samstag, 08.02.2014 Segovia
Unsere Tagestour startete mit einer Busfahrt um 9.30 Uhr und unser Ziel war Segovia, eine bekannte Stadt in Spanien, in der Nähe von Madrid.
Dort angekommen befanden wir uns auch schon direkt vor der ersten Sehenswürdigkeit, einem Aquädukt, der dort vor 2 Jahrtausenden!! von den Römern zum Wassertransport erbaut wurde.
Danach hatten wir etwas Freizeit, um uns selbstständig etwas anzuschauen und um Mittag zu essen. Treffpunkt war für uns dann wieder der Platz an der Kathedrale von Segovia.

© m.garcia

Besonders gefallen hat uns auch die anschließende Begehung des Gartens, eines ehemaligen Herrenhauses und einer Burg mit einem wundervollen Ausblick. Diese bat auch eine gute Möglichkeit Erinnerungen in Form von Fotos festzuhalten.
Wieder beim Aquädukt angekommen, stand auch schon der Bus zur Abfahrt bereit. Mit diesem ging es dann weiter zu den Gärten des Palastes La Granja, wo man erneut schöne Erinnerungsfotos schießen konnte. Mit interessanten Erzählungen zu der Entstehung und zu dem Nutzen der Gärten und des gesamten Anwesens, verging die Zeit schell und schon bald war es wieder Zeit abzufahren.© m.garcia
Zuhause angekommen hatten dann unsere spanischen Austauschschüler eine Überraschung für uns. Sie hatten eine Party mit allen Teilnehmern des Austausches organisiert und so verabschiedeten wir uns gerne für einen Tag von unseren Lehrern.
Zu unserem Erstaunen haben trotz dem anstrengenden Tag alle, selbst die Jungs getanzt. Wir alle waren erschöpft aber glücklich und zufrieden, als wir nach solch einem langen Tag mit vielen schönen Erlebnissen ins Bett konnten.

Hanna, Alicia und Elena

 

 

 

Sonntag, 09.02.2014
Der Sonntag begann für die meisten von uns erst am späten Vormittag beziehungsweise frühen Nachmittag. Endlich durften wir richtig ausschlafen, was bei unserem Mangel an Schlaf, der die letzten Tage über erheblich gewachsen war, auch wirklich dringend notwendig war. Zum Glück war an diesem Tag „Familientag“, also hatten wir keine verpflichtenden Termine. Bis auf wenige, die doch schon etwas früher aufstehen mussten um mit ihrer Gastfamilie Frühstücken zu gehen. Generell war dieser Tag ein kulinarischer Höhepunkt. Viele unserer kleinen Gruppe wurden mit traditionellen spanischen Gerichten verwöhnt. Danach fanden kleinere Ausflüge mit der Familie statt. Während die Jungs einen aufregenden Tag im Fußballstadion in Madrid, dem Bernabéu, verbrachten, ging der Großteil der Mädchen, so klischeehaft es auch sein mag, shoppen. Zur großen Freude der weiblichen Mehrheit hatten so gut wie alle Läden auch sonntags offen. Nachdem mehr oder weniger große Summen in Madrids Einkaufsstraßen oder im örtlichen Eboli (ein Einkaufszentrum in Pinto) ausgegeben wurden und alle Einkäufe sicher verstaut waren, traf man sich noch in einer kleinen Bar. Einige Mädchen besuchten jedoch noch eine Tanzaufführung der Tanzschule in Pinto. Neben Hip Hop, das den Spaniern als „Funky“ bekannt ist, wurde auch traditioneller Flamenco aufgeführt.
Trotz des schrecklichen Wetters machten sich die meisten zu Fuß auf den Weg und kamen durchnässt in der Bar an. Dort saßen wir bei Cola, Nestea und schälchenweise Pistazien zusammen und unterhielten uns. (Mara, 10c)

Toledo  Am Montag, 10.02.2014 trafen wir uns morgens an der Schule IES Calderón de la Barca in Pinto. Wir fuhren circa eineinhalb Stunden mit dem Bus bis nach Toledo. Zuerst machten wir Halt an einem Aussichtspunkt, von dem aus man die ganze Stadt überblicken konnte. Da auch noch perfektes Wetter war, entstanden hier zuerst einmal sehr viele Fotos. Dann fuhren wir mit dem Bus weiter bis zu einem großen Platz. Dort bekamen wir einen Stadtplan und einen Infobogen zu wichtigen Sehenswürdigkeiten in Toledo. Darauf waren sechs Sehenswürdigkeiten zu sehen, die wir jeweils finden und fotografieren sollten. Anschließend bildeten wir Fünfergruppen, in denen zwei, bzw. drei Deutsche sein sollten und zwei oder drei Spanier. Zuerst sollten wir die „Puente de Alcántara“ finden, die früher einmal ein Teil der Stadtmauer war und über den Tajo führt. Danach schauten wir das „Museo de Santa Cruz“ an, das eigentlich als Krankenhaus gedacht war und in den Jahren 1504 bis 1514 gebaut wurde. Im Moment befinden sich dort Keramik, zeitgenössische, griechische, barock- und mittelalterliche Malerei. Außerdem besichtigten wir die „Puerta del Sol“, die im 14. Jahrhundert erbaut und als Eingangstor benutzt wurde. Die „Casa de Mesa“ ist ein alter Palast des toledanischen Adels aus dem 12. Jahrhundert. Auch schauten wir uns die „Iglesia de Santo Tomé“ an, ebenfalls aus dem 12. Jahrhundert. Zuletzt besuchten wir den „Plaza de Zocodover“, den man als toledanischen „Plaza Mayor“   sehen kann. Früher wurde er zum Beispiel als Marktplatz benutzt. Hier endete unsere Route und wir trafen unsere Klassenkameraden und Lehrer wieder. Dann bekamen wir ein wenig Freizeit . Anschließend wollten wir noch eine Synagoge besichtigen, die aber leider geschlossen war. Also besichtigten wir die Synagoge von außen. Den Weg zur Synagoge zu finden war nicht schwer, da überall im Boden kleine Symbole für den jüdischen Glauben eingelassen waren. Danach sind wir wieder zum Bus gelaufen, ca. um 18:30Uhr waren wir wieder in Pinto und verbrachten den Abend in den Familien. (Janna, Milana, Leonie und Elena R.)

Dienstag, den 11.02.2014 - Madrid
Am Dienstag waren wir in Madrid, um einen kleinen Stadtrundgang zu machen, der wegen des schlechten und kalten Wetters verkürzt wurde. Zudem hatten wir viel Zeit, in kleinen Gruppen herumzulaufen und Einkäufe zu machen (Souvenirs, Kleider, Geschenke, etc.). Außerdem waren einige aufgrund des so kalten Wetters zum Mittagessen im Restaurant „zum goldenen M“ bzw. im KFC.

Während des Rundgang besuchten wir den „Plaza Mayor“ mit der „Casa de la Carnicería“ (Metzgerei) und der „Casa de la Panadería“ (Bäckerei). Dieser Platz war früher der zentrale Markt, wurde für Stierkämpfe und im Zuge der Inkarnation als Ort zum Verbrennen von „Heiden“ benutzt. Von dem Platz sah man zusätzlich auch noch die Kirche „Santa Cruz“ (heilig Kreuz), die in der Geschichte häufig erbaut und wegen Kriegen wieder zerstört wurde. Im weiteren Verlauf des Rundgangs kamen wir noch an dem 1734-1764 erbauten Palast von Madrid vorbei und am Ende waren wir noch bei der „Plaza de España“, bei dem der Autor „Miguel de Cervantes“ auf die beiden Figuren seines bekannten Romans „Don Quijote“ blickt: Don Quijote auf dem Pferd und Sancho Panza auf dem Esel.

Am Dienstagabend gab es dann noch ein gemeinsames abschließendes Abendessen in einem (amerikanischem) Restaurant, um die Woche zusammen abzuschließen. Da am nächsten Tag Schule war, blieb leider nicht allzu viel Zeit, um noch etwas länger zu feiern... (Konrad, 10c)