In diesem Jahr beschloss die Kursstufe 2 des ASG echt-irische Luft zu schnuppern. Daher lautete das Ziel der diesjährigen Studienfahrt Dublin. Begleitet wurden wir von Frau Hoff, Herrn Arnold und Herrn Richard ,,Richi“ Bartl.
Am Mittag des 24.10.2015 brachen wir also geschlossen Richtung Frankfurt auf, schon in voller Vorfreude auf das in Dublin wartende Pint. Doch was wäre eine Studienfahrt ohne kleinere Zwischenfälle? Am Flughafen angekommen, mussten daher ein abgelaufener und ein vergessener Ausweis ersetzt werden. Doch nach einigem Hin und Her mit der Flughafenpolizei und der Lady an der Gepäckabnahme, konnten –  glücklicherweise – alle ihren Boarding-Pass in der Hand halten. Einige Stunden später waren wir auch schon im ,Isaac's Hostel`, unserer Unterkunft für die nächsten 5 Tage. Da es noch nicht allzu spät war, wurde der dem Hostel nahe Supermarkt unter die Lupe genommen oder man versuchte in einen der vielen Pubs zu kommen; um nach der langen Fahrt ein Guinness genießen zu können. Bier für uns Fehlanzeige: Die Altersbegrenzung lag bei „21 Jahren!“, so der selbsternannte Türsteher, der den Zeigefinger Richtung Ausgang richtete, unverständliches Zeug brabbelte. Manch einer meinte daraus: “Folk's too young, no onda twenniwon!“ verstehen zu können. WOW! Unsere erste Begegnung mit einem echten Ir(r)en!

Tag zwei in der irischen Hauptstadt begann mit einem Spaziergang zum Trinity College, das College schlechthin in Dublin. Von dort aus begleiteten uns zwei Führerinnen in verschiedenen Gruppen durch den Rest von Dublin, erzählten uns etwas zur Geschichte, zeigten uns die schönen Häuser im Gregorianischen Baustil und führten uns an etlichen Pubs vorbei. Treue Weggefährten war ein Wagen voller Touri-Möchtegern-Wikingern, mit denen wir einige Male, zähnefletschend und säbelschwingend, die Wege kreuzten. Die Tour endete schlussendlich in einem ,Multi-Kulti-Restaurant. Danach ging es dann mit den männlichen Lehrern Fußball in einem Pub schauen. Möglich war es auch, Dublin auf eigene Faust zu erkunden. Ende von Tag Nummer 2 wurde zweigeteilt gefeiert. Gruppe 1 ging in einen Pub, während Gruppe 2 es bevorzugte, sich in den Räumen des Hostels aufzuhalten, um die verschiedenen lokalen Biersorten zu verkosten.

Der nächste Tag war etwas für die vielen Kunstliebhaber unter uns. Wir besuchten die National Gallery und schauten uns Kunstwerke aus vielen verschiedenen Epochen an, zu denen uns der allwissende Arnold auch (Alliteration!) Einiges erzählen konnte und es somit etwas interessanter machte. Den Nachmittag verbrachten wir außerhalb des Dubliner Städtetreibens am Meer. Schön, jedoch sehr nass (es hatte angefangen zu regnen, typisch Irland halt!).

Am Dienstag fuhren wir außerhalb Dublins nach Glendalough. Die Busfahrt ermöglichte uns viele typisch irische Eindrücke zu sammeln, also grüne Wiesen, Miniaturponys und eine Menge Schafe.
Glendalough selbst ist eine alte, mittelalterliche Klosteranlage, die zu einem riesen Friedhof umfunktioniert wurde. Die wesentlichen Gebäude waren jedoch noch Großteils erhalten und architektonisch beeindruckend. Somit konnte man zum Beispiel einen 30 Meter hohen Roundtower bewundern, in dem man sich damals vor  Wicki und seinen starken Männern versteckt hatte. Für den Rest des Nachmittags machte unser Bus einen kleinen Abstecher in das schöne Küstenstädtchen Bray. Neben einem erfrischende Bad im Meer und einem Abstecher im McDonalds passierte nicht viel, außer der Tatsache, dass Elena mal für kurze Zeit einfach weg war.

An Tag 5 stand ein Besuch im Guinness Store House an. Von den einzelnen Zutaten bis hin zum Bierausschank konnte man das Geschehen begleiten und sich schlussendlich auch selbst vom Endprodukt überzeugen. Geschmackssache.
Das Nachmittagsprogramm führte uns zurück ins Trinity College und in dessen außergewöhnliche Bibliothek. Dort zu sehen, das aus dem 6. Jahrhundert stammende Book of Kells sowie ein legendärer bibliothekarischer „Long Room“ und darin abertausende von Büchern, teilweise sogar aus keltischen Zeiten. Ein wortwörtlich langer Raum mit meterhohen Regalen und Büsten von alten, toten aber weisen Männern. Abermals packte der allwissende Arnold einige interessante Geschichten über die Herrn Philosophen aus: deren Theorien und Erkenntnisse, Inspirationen und deren Frauengeschichten.

Den letzten Tag verbrachten wir anfänglich in Dublin Castle. Unsere Führerin, deren irischen Akzent man kaum überhören konnte, zeigte uns die alten und neuen Überbleibsel der einst keltischen Burg, die Kapelle und die Ballsäle. Nachdem wir unseren letzten Nachmittag gestalten durften, wie wir wollten, trafen wir uns gegen Abend um eine Irish House Party zu besuchen. Nach einem abenteuerlichen Hinweg duften wir einige Stunden den lieblichen Klängen einer Irischen Folk-Band lauschen. Doch es gab nicht nur etwas auf die Ohren. Traditionell Irischen Steptanz konnten wir auch noch bewundern! Nach einem etwas beschwerlicheren Nachhauseweg (Gruppe Isabelle gegen Gruppe Bartl, Ziel: den schnellsten Weg zum Hostel zu finden), fielen die meisten dann auch müde in die Betten, bzw. packten noch ein paar Sachen für den nächsten Morgen.

Denn es war Abreisetag. Wie im Flug waren die letzten Tage vergangen und wir befanden uns auf dem Weg zum Dubliner Flughafen. Doch was wäre eine Studienfahrt, wenn jetzt hier am Flughafen alles gut laufen würde. Nein! Technische Probleme am Flieger, Dublin nach Frankfurt. Über eine Stunde später bekamen wir zum Glück eine Ersatzmaschine. Und schon waren wir, Dank unseres lieben Busfahrers wieder im schönen Murgtal, die Koffer voller schöner Erinnerungen und Literweise Guinness.
von Mara Zeltmann, Kursstufe II