Die Begabtenförderung am ASG ehrt Wettbewerbsteilnehmer

Ehre, wem Ehre gebührt

Stellen Sie sich vor, Sie machen einen Hundertmeterlauf und erreichen mit weitem Vorsprung gerade das Ziel. In diesem Moment pfeift Sie der Trainer noch vor ihrem Jubel jählings zurück und weist Sie entschieden darauf hin, dass Sie „natürlich“ vor der Ziellinie Halt machen und auf die anderen warten sollen. Was aus sportlicher Sicht ziemlich absurd anmutet, ist an einer Vielzahl der Schulen eine bis heute gängige Unterrichtspraxis. Förderungsmaßnahmen zielen meist darauf ab, Rückstände auszugleichen und den Tempo-Gleichschritt für alle zu gewährleisten. Das ist ehrenwert, führt aber im Regelunterricht mitunter dazu, dass Schnelldenkende sich mit Zusatzaufgaben – auf die anderen wartend – manchmal regelrecht ausgebremst fühlen. Um diesem Missstand Rechnung zu tragen, gibt es an Schulen nicht nur im Unterricht mittlerweile gängige Maßnahmen zur Binnendifferenzierung, sondern auch außerhalb desselben.

Eine Begabtenförderung ermöglicht Interessierten in Form einer Arbeitsgemeinschaft, dass Sie unter Anleitung an Wettbewerben teilnehmen. Hierfür darf nach dem sogenannten Dreh-Tür-Modell sogar der Regelunterricht stellenweise ausfallen, da erwartet werden kann, dass die interessierten Schnelldenker den Stoff selbstständig und mühelos nacharbeiten können. Unter der Leitung von Sebastian Arnold werden solche Schreibworkshops jährlich angeboten. Sie bereiten auf die Teilnahme von wählbaren Wettbewerbsthemen vor. Anschließend fertigen die Schülerinnen und Schüler in individueller Absprache die seitenlangen Produkte ein.

Am Freitag, dem 03.12., war endlich wieder so ein Zielmoment: Es wurden alle teilnehmenden Schülerinnen und Schüler in der Mensa des Albert-Schweitzer-Gymnasiums geehrt. Unter dem Beisein des Schulleiters, Stefan Beil, wurden feierlich die Teilnahmeurkunden verteilt. Acht schreibaffine Unterstufen-Schüler:innen schrieben im Schuljahr 2020/2021 für die Eckenroth-Stiftung & Paper Pen Peace e.V. einen Betrag. Vier Schülerinnen und Schüler der Oberstufe taten selbiges für den Landeswettbewerb für Deutsche Sprache und Literatur.

Die Namen der Ehrenbrüder und Ehrenschwester lauten: Lina Schmidt, Sophie Gorjup, Robin Fortenbacher, Jule Ruh, Sophie Lindow, Polina Gerhenrejder, Elias Wasala, Xenia Frey, Paula Merkel, Niklas Gräßer, Nils Paul Rieger und Elisabeth Ehret.

Das Albert-Schweitzer-Gymnasium ermöglicht Kindern aller Jahrgangsstufen eine Begabtenförderung in den Bereichen Schreiben, Literatur und Mathematik. Die Teilnahme steht allen Lernenden zu, die die zwei wichtigsten Dinge mitbringen: Lust und Interesse.  

von Sebastian Arnold

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