Förderkonzept 10

Förderkonzept Deutsch / Klasse 10 / ab SJ 2018/19

 

Info: Von vier wöchentlichen Deutschstunden ist ganzjährig eine feste Differenzierungsstunde eingeplant, die in einem Halbjahr von einer zweiten Lehrkraft koedukativ unterrichtet wird.

Im Hinblick auf die besonderen Anforderungen der Kursstufe wird in dieser Stunde in der Regel insbesondere der Kompetenzbereich „Schreiben“ fokussiert: Ein adressatengerechtes, verständliches und kriterienorientiertes Schreiben bildet die Grundlage für ein erfolgreiches Bestehen des schriftlichen Abiturs.

Rahmenbedingungen:  

Es besteht in der Regel die Möglichkeit, einen MMR zu blocken, um Schreibanlässe am PC anzuleiten und dadurch gleichzeitig eine Gruppenteilung zu ermöglichen. Differenzierungsunterricht meint eine individualisierte Betreuungssituation, in der Inhalte nicht von der Lehrkraft an ein Plenum gerichtet werden.

Folgende Möglichkeiten der Individualisierung stehen den Lehrenden zur Verfügung:

-   Fundamentum und Additum: Alle bearbeiten eine Aufgabe, besseren oder schnelleren Schülern stehen weitere, schwierige und vertiefende Aufgaben zur Verfügung.

  • Individualisierung der Aufgaben: Die SuS bearbeiten Aufgaben, die auf verschiedene Problembereiche gemünzt wurden (Es empfiehlt sich diesbezüglich, nicht mehr als drei verschiedene Aufgaben zu entwerfen.)
  • Betreuung bei individuellen Problemen: Alle arbeiten an einem Schreibprodukt und werden bei individuellen Schwierigkeiten beraten, angeleitet und betreut.
  • Individualgespräche zu Schreibprodukt und Schreibprozess.

Aufgabenbeispiele für einen differenzierten Schreibunterricht:

  • Schreiben einer (textgebundenen) Erörterung
  • Verfassen einer Inhaltsangabe
  • Übungen zu Stil (bspw.: Raffungstechniken zur Inhaltsangabe, Umformulieren einer wertenden Stellungnahme in einen sachlichen Bericht oder umgekehrt usw.)
  • Verfassen einer Interpretationshypothese
  • Schreiben eines Essays
  • Ausformulieren und schriftliche Sicherung von gelernten Inhalten zu einer Ganzschrift in verschiedener Form (z.B. eines Protokolls)
  • Gestaltendes Interpretieren
  • Figurencharakterisierungen, Figurenkonstellationen, usw.
  • Rezensionen
  • Schreiben eines Blogs zu einem Sachthema
  • Verbesserung einer Klassenarbeit
  • Schreiben eines Artikels, Kommentars, usw.
  • Verfahren der Textlupe und der Schreibkonferenz

 

Hinweis: Die genannten Schreibformen müssen nicht vollständig im Unterricht durchgeführt werden. Es können auch arbeitsteilige Aufträge gegeben werden (Stichwort: fraktales Schreiben, bspw.: Schüler 1 verfasst ein Argument, Schüler 2 übt das Schreiben einer Einleitung).

 

Stundenablauf (Bsp.):

- Begrüßung und ggf. kurzer Einstieg

- Aufgabe wird initiiert, mind. 30 Minuten Schreibprozess stehen zur Verfügung, Initiation kann auch im Vorfeld nach dem Modell des „Flipped Classrooms“ erfolgen (Lernvideo zuhause) 

- Die Auswertung erfolgt in geteilten Gruppen mit den zwei Fachlehrern (nach vorher abgesprochenen Kriterien und Erwartungshorizonten) oder die Auswertung der Produkte fällt in eine Folgestunde, die dann im LSG unterrichtet wird

 

Aufgaben des regulären Fachlehrers: der Fädenzieher – Organisation und Koordination

Der Fachlehrer bereitet den Wochenunterricht so vor, dass eine Differenzierungsstunde grundsätzlich wöchentlich zustande kommen kann. Er/Sie plant auch den konkreten Schreibanlass und die Art der Differenzierungsangebote in Absprache mit der zweiten Lehrkraft. Eine wechselseitige Information über aktuelle Unterrichtsinhalte ist daher wichtig und notwendig. Auch ein Austausch über schriftliche Ergebnisse ist unerlässlich.

 

Aufgaben der zweiten Lehrkraft: der Schreibcoach –  individuelle Betreuung des Schreibprozesses

Die zweite Lehrkraft ist am Jahresanfang dazu da, die SuS beim Schreiben zu beobachten, sie aktiv nach ihrem Schreibverhalten zu befragen, gleichzeitig die Fragen der Lernenden zu beantworten und ihnen ausgehend davon dann möglichst konkret zu helfen. Im Laufe des Halbjahrs führt die Differenzierungslehrkraft mit jedem Klassenmitglied einmal das Gespräch zu einem Schreibprodukt, das eingesammelt und gelesen wird. Das Gespräch fokussiert Tipps zum Schreibprozess sowie Verbesserungsmöglichkeiten. Auch können dem Schüler Aufgaben gegeben werden, die er dann in einem zweiten Abgleich mit der Lehrkraft darlegt - um die Verbesserung zu überprüfen.

 

Folgende Lehrwerke aus der Deutschfachschaft leiten an und dienen der Planung:

- Brückenschlag Deutsch - Übungen zum Schreiben im Übergang zur Kursstufe (erscheint im Herbst 2018 bei Westermann)

- Fachschaftsangebot: Klasse 10 – Stil und Schreibtraining

Falls Sie methodische Fragen bezüglich der Stundenplanung haben, schreiben Sie mir gerne eine E-Mail. Ich freue mich über den Austausch: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

 

 

 

 

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